
»Ach, ach, ach!« entsetzten sich die Käuer, »das ist ja der Eingang zur Höhle der bösen Gingema! Und du hast dich hineingewagt?«
»Was ist schon dabei? Gingema ist ja tot!« entgegnete Totoschka.
»Du bist wohl auch ein Zauberer?« fragte der Älteste zitternd, und alle anderen Käuer nickten so lebhaft, daß die Schellen an ihren Hüten im Takt klingelten.
»Und als ich in die Höhle stieg, wie ihr das Loch nennt, da sah ich viele drollige und merkwürdige Dinge. Am meisten gefielen mir aber die Schuhe, die am Eingang standen. Große Vögel mit schrecklichen gelben Augen wollten mich hindern, die Schuhe zu nehmen, aber ein Totoschka läßt sich nicht ins Bockshorn jagen, wenn er seiner Elli einen Dienst erweisen will!«
»Du, mein tapferer Liebling!« rief Elli aus und drückte das Hündchen zärtlich an sich. »Mit diesen Schuhen werde ich bestimmt niemals müde!«
»Schön, daß du die Schuhe der bösen Hexe bekommen hast«, fiel ihr der Älteste der Käuer ins Wort. »Sie besitzen wahrscheinlich Zauberkraft, denn Gingema pflegte sie nur bei äußerst wichtigen Anlässen anzuziehen. Wir wissen nicht, was das für eine Kraft ist… Sag, willst du wirklich von uns gehen, liebe Fee?« fragte der Älteste seufzend. »Dann wollen wir dir schnell Mundvorrat für die Reise bringen.«

Die Käuer gingen. Elli fand ein Stück Brot in ihrem Häuschen und aß es am Ufer eines Baches. Dann trank sie vom klaren, kalten Wasser und begann zum weiten Weg zu rüsten, während Totoschka unter einem Baum umhersprang und nach einem krächzenden bunten Papagei schnappte, der auf einem Zweig saß und das Hündchen neckte.
Elli trat aus dem Häuschen, schloß sorgfältig die Tür und schrieb mit Kreide darauf: »Ich bin nicht zu Hause.«
Da kehrten auch schon die Käuer zurück. Sie hatten so viel Essen mitgebracht, daß es Elli für Jahre gereicht hätte: ganze Hammel, Gänse und Enten, einen Korb mit Obst…
